Kaum ein Künstler arbeitet heutzutage ausschließlich mit einem Medium, im Rahmen einer Gattung. Die heutige Zeit steht im Zeichen des Übergangs, der Übertretung der Grenzen, der Transformation von künstlerischen Techniken und Formen.
Dies gilt auch für die Künstler, deren Arbeiten die Krings-Ernst Galerie im Rahmen der Ausstellung Analogon für Digital I zeigt. Sie alle beschäftigen sich mit alternativen Technologien in der Herstellung und Wahrnehmung der Kunst.
Almost no artist works exclusively with a single medium these days. Our world revolves entirely around shift, the crossing of boundaries, the transition of artistic techniques and forms.
This also applies to the artists whose works are displayed in the Analogon for Digital I exhibition. All of them engage in alternative techniques for the creation and perception of art.

Die holographische Soundinstallation Master Algorithmus des Künstlerkollektivs Zheng Mahler ist eine virtuelle Nachrichtensendung aus einer unbestimmten Zukunft. Die vorgetragenen Nachrichten hören sich wie die Chronik einer Dystopie an — ein Bild einer durch digitale Technologien, digitale Wirtschaft, digitale Ideologien und digitale Ethik beherrschten Zukunft.

Die interaktive Installation zeichnet Zukunftsszenarien zwischen Utopie und Dystopie. Dem „Spieler" werden Module aus den Bereichen Technologie, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft vorgeschlagen, die dieser auf dem digitalen Spielbrett zusammenzusetzen hat. Der Titel bezieht sich auf die Chaostheorie.

Delirium ist eine Sammlung von Buchdestillaten. Mirja Busch lädt den Besucher in eine Bar, in der philosophische und kunsttheoretische Werke in flüssiger Form die Regale füllen. Trinken statt Lesen, Genuss statt Arbeit, wärmende Flüssigkeit statt Fußnote.

Seine architektonischen Modelle übersetzen Musik von Charlie Parker, Texte von Denis Diderot, Choreografie von Raoul Auger Feuillet ins Visuelle. Das Nicht-Greifbare bekommt ein haptisches Pendant in Form von Trägern, Öffnungen, Schrägen, Treppen.

Im Werk von Simon Schubert geht es um die gegenseitigen Abhängigkeiten von Inhalt, Form und Technik. Die Papierfaltungen sind beinahe unsichtbar, ihre visuelle Existenz hängt im hohen Maße von einer externen Lichtquelle ab. Das Werk demonstriert deutliche cineastische Eigenschaften.